Bauwerksdiagnostik

In der Bauwerksdiagnostik werden verschiedene Methoden eingesetzt, um den Zustand der Bausubstanz zu bestimmen. So gibt zum Beispiel der Chloridgehalt im Beton sowie die Karbonatisierungstiefe Hinweise darauf, ob die Stahlbewehrung durch einen korrosiven Angriff und somit die Standfestigkeit gefährdet ist.
Im Bereich des Neubaus werden die Methoden der Bauwerksdiagnostik im Wesentlichen zur Qualitätskontrolle eingesetzt.

Betondeckungsmessung

  • Ermittlung der Betondeckung, Lage der Bewehrung und der vorhanden Stabdurchmesser
  • zur Qualitätskontrolle bei Neubauten sowie zur Feststellung von Tragfähigkeitsreserven, Planung von Instandsetzungsmaßnahmen, Abschätzung der Restlebensdauer

Potentialfeldmessung

  • Bestimmung der örtlichen Potentialverteilung im Stahlbeton
  • Indiz für die Depassivierung der Bewehrung und somit der Korrosionsgefährdung

Ermittlung der Karbonatisierungstiefe

  • Bestimmung des pH-Wertes in Abhängigkeit der Betontiefe
  • zur Bewertung der Korrosionsgefährdung der Bewehrung durch die Karbonatisierung des Betons

Chloridprobenentnahme zur Erstellung eines Chloridtiefenprofils

  • zur Beurteilung der Chloridbelastung im Beton und somit der Korrosionswahrscheinlichkeit der Bewehrung

Ermittlung der Betondruckfestigkeit

  • Kombination von zerstörungsfreien Verfahren (örtliche Messung mittels Rückprallhammer) sowie zerstörenden Verfahren (Entnahme von Bohrproben und Messung im Baustofflabor)

Bestimmung der Haft-/ Oberflächenzugfestigkeit

  • zur Beurteilung der Haftfestigkeit von auf den Beton aufgebrachten Beschichtungen/ Schichten (Mörtel, Bitumen, Kunststoffbeschichtungen,…)
  • zur Beurteilung der Oberflächenfestigkeit des Betons

Bauwerksmonitoring

  • Planung und Installation von Messtechnik wie Sensoren zur Überwachung von Bauwerksverhalten vor und nach den Sanierungsmaßnahmen (z.B. Multiringelektroden zur Feuchtigkeitsüberwachung im Beton oder Anodenleiter zur Überwachung der Chlorideindringung im Beton)

Inspektion von Beschichtungssystemen

  • Bestimmung der Schichtdicke sowie des Haftungsverhaltens geben Auskunft über die Korrosionsschutzreserven des Beschichtungssystem

Ansprechpartner

Dr.-Ing. A. Asgharzadeh
0211 36 77 69 30